Steuerstrafrecht

Als des Bayernbosses Delikt öffentlich geworden ist, habe ich mich sehr genau mit der Thematik der Steuerhinterziehung befasst. Auf der einen Seite hatte ich ein paar Gewissensbisse, weil natürlich im Fernsehen Steuerhinterzieher komplett nieder geamcht wurden, auf der anderen Seite hab ich meine damalige Person sogar aus heutiger Sicht vollkommen verstanden.
Nach kurzer Zeit stieß ich auf einige Artikel über Selbstanzeige, welche bekanntermaßen ebenfalls für Uli Hoeneß von großem Interesse war, allerdings bei ihm wenig geholfen hat, da er sogar in diesem Fall falsche bzw. unvollständige Angaben offenlegte.

Ich habe einen Fehler gemacht ich habe Steuern hinterzogen und werde nun von den Menschen mit der Schwarzer und dem Bayernboss verglichen. Nein, werde ich natürlich nicht, aber unsere Fälle differenzieren sich wirklich bloß in ein Paar Punkten. Selbstverständlich habe ich deutlich kleineres Geld hinterzogen, und in meinem Fall ist die Selbstanzeige wirksam geworden.

Der Artikel war sehr gut geschrieben und handelte von einem Mann dem es ebenso wie mir ging.
Der wagte auch eine Selbstanzeige nachdem er sich ebenfalls äußerst in das Thema eingelesen hatte. Was ich noch nicht wusste war, dass die Option der Selbstanzeige vielleicht bereits in wenigen Jahren vorbei sein kann, da die Gesetze vor allem nach den prominenten Fällen schon bald umgeschrieben werden könnten.
Der Verfasser des Artikels sagte zudem, dass ich durch richtige Unterstützung nur sehr wenig Arbeit haben würde und der Bürokratie fast vollständig entfliehen kann.
Auch er schrieb von seinem Zwiespalt, weil auch er nicht sicher war ob es sich für ihn lohnen würde. Er sagte allerdings dass er sich als das Verfahren eingestellt wurde, sehr gut gefühlt hat und ihgm ein Stein vom Herzen gefallen ist.

Nach dem Durchlesen des Blogeintrags war meine Entscheidung gefallen, ich traf mich direkt mit einem Fachmann und fertigte die Selbstanzeige. Kurz darauf war das Verfahren durch, ich habe alles zurück gezahlt und bin ohne Vorstrafe davon gekommen. Ich rate jedem dazu, da ebenfalls das Gewissen stark gereinigt wird.

Im Jahre 2009, ich stand damals genau zwischen zwei Jobs und mein Portmonnaie war nicht besonders dick, habe ich bei meiner Steuererklärung so einige Einkünfte nicht aufgeschrieben. Es handelte sich wirklich nicht um viel Geld, für mich war es aber damals sehr wichtig. Ich hatte echt Schwein, dass Vater Staat mir nicht auf die Schliche gekommen ist, denn jeder weiß ja wie man im Moment hinter her ist tunlichst jedermann zu kriegen, wer ein Vergehen in diese Richtung begeht.

Die Selbstanzeige hat die Bedingung, dass der Hinterziehung noch nicht auf die Schliche gekommen ist und dass nicht ein teuerstrafrechtliches Verfahren gegen einen läuft. Sobald man sich dann selbst anzeigt und alle Optimierungen ausnahmslos aufzeigt, wird der Fall, nach einer Fristgerechten Nachzahlung mit Zinsen von sechs Prozent, beendet und der Steuerhinterzieher muss mit keiner Strafe rechnen.

Zuerst war ich zweifelnd und war mir nicht sicher ob es echt klappen könnte.
Je mehr ich jedoch zu diesem Thema las, desto mehr war ich an dem Entschluss dran, eventuell doch diesen Schritt zu wagen, denn denn irgendwie hatte ich seit dem Vorfall stets ein schlechtes Gewissen. Auf der anderen Seite nervte mich jetzt schon diese ganze Bürokratie und der Stress. Ich stieß dann allerdings auf einen Artikel, welcher vom Steueroptimierer selbst geschrieben wurde und in dem er schildert, was er gemacht hat.

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